Ab Ende September werden wir Informationen zu unserer Spring School 2019 veröffentlichen!

 

Die diesjährige Summer School fand vom 13. August bis 21. September 2018 statt. 

Unsere Praktikanten lassen Sie an Ihren Erfarungen teilhaben - Blog-Beiträge der aktuellen Summer School

Woche 1

Von Bérénice B., Hamburg:

Die erste Woche. Egal ob Schule, Uni, Praktikum oder Job: die Startphase gestaltet sich unabhängig von der Institution oder des Umfeldes immer gleichermaßen aufregend. Es gilt zunächst alles und jeden kennenzulernen und sich mit der neuen Situation vertraut zu machen. Mir persönlich machen Neuanfänge immer besonders viel Spaß, da es mir gefällt, neue Menschen kennenzulernen und mich in ungewohnte Umgebungen einzugewöhnen.

Diese Hürde wurde bei der Summer School 2018 von DLA Piper durch die Auftaktveranstaltung in Köln sichtlich erleichtert. Gemeinsam mit den 17 weiteren Teilnehmern aus ganz Deutschland wurde ich über die Sozietät und ihre Organisationsstrukturen informiert und auf technische Besonderheiten am Arbeitsplatz sowie die Funktionsweise der Bibliotheken hingewiesen. Zwischendrin bot sich beim gemeinsamen Mittagessen und den Kaffeepausen sowie einer sportlichen Teamchallenge ausreichend Gelegenheit, die anderen Studierenden kennenzulernen, bevor sich alle in die vier Himmelsrichtungen der DLA Piper Standorte in Deutschland zerstreuten.

Eine lange Zugfahrt später sind meine drei Mitpraktikanten und ich schließlich in Hamburg angekommen. Seitdem ist die erste Woche quasi an mir vorbeigeflogen: Die ersten drei Wochen meines Praktikums verbringe ich im Bereich Corporate und ich fühle mich bisher durch meinen Mentor Philipp Clemens und den Ressortleiter Daniel Weiß ausreichend betreut. Schnell habe ich Aufgaben und Rechercheaufträge erhalten, beispielsweise durfte ich einen Verschmelzungsvertrag vorformulieren. Damit wurden mir praktische Einblicke in das Gesellschaftsrecht geboten, die mir aus der Vorlesung unbekannt oder zumindest nur schwach präsent sind. Nach und nach lerne ich auch weitere Mitarbeiter und Juristen aus dem Bereich Corporate kennen.

Die Arbeitsatmosphäre habe ich als geschäftig aber locker und ungezwungen empfunden. Es war für mich bisher nur etwas schwierig, angemessene Bürozeiten zu finden, da sich zumindest auf meiner Etage das Ende eines Arbeitstages nach dem Stand der zu bewältigenden Aufgaben richtet, während ich bei anderen Praktika klare Zeitvorgaben hatte. Ich denke, dass dies der Natur einer internationalen Großkanzlei einfach innewohnt und hoffe, hier ein gutes Gefühl entwickeln zu können oder eventuell Hinweise zu erhalten, was angemessen, zu viel oder zu wenig ist. Ansonsten freue ich mich auf weitere fünf Wochen im Hamburger Büro – ab Woche vier dann im Medienteam – und spannende Aufgaben und Erfahrungen.

 
Von Moritz B., Frankfurt:
 
Die Summer School begann für uns alle mit dem Einstiegstag in Köln. Dort trafen wir zum ersten Mal aufeinander und lernten uns kennen. Nach kurzer Vorstellungsrunde und einigen Informationen zur Kanzlei und zum Programm, galt es in Form eines Moot Courts die erste Aufgabe des Praktikums zu lösen und einen Vertrag auszuhandeln. Nachdem der Tag in Köln zu Ende ging fuhren wir gemeinsam in den Standortteams zurück zu unseren jeweiligen Büros, in meinem Fall Frankfurt.
 
Dort erwartete uns am ersten Arbeitstag das Kennenlernen unserer Teams und eine freundliche Begrüßung durch Frau Nickol. Nahezu jeder im Haus begrüßte uns bei unserer Führung durch das Büro und machte einen wirklich freundlichen Eindruck. Die vorherrschende Stimmung ist sehr entspannt und bietet ein angenehmes Ambiente.
 
Die Aufgaben für mich im Bereich F&P bestanden zunächst vornehmlich darin, mich mit einem laufenden Mandat vertraut zu machen und in diesem Rahmen einige Recherchearbeiten zu leisten sowie Übersichten zu erstellen. Dabei versuchten unsere Mentoren, uns stetig mit sinnvollen Aufgaben zu versorgen und nicht bloß zu beschäftigen. Ebenso durfte ich einem Telefonat beiwohnen, bei dem mit anderen Kanzleien über das mir bekannte Mandat referiert wurde.
 
In der Gruppe der Praktikanten haben wir schnell gut zusammengefunden, was mitunter an der Möglichkeit der regen Kommunikation liegt, die sich durch die Anordnung unserer Arbeitsplätze ergibt. Die Stimmung untereinander ist angenehm locker.
 
Zudem konnten wir bereits in dieser ersten Woche den ersten Praxisgruppenvortrag wahrnehmen. Dieser behandelte den Tax Bereich. In einem anschließenden Treffen mit dem Partner Björn Enders und Senior Associate Andreas Habig bekamen wir noch einmal einige weitere Ausführungen und Erklärungen zu den im Vortrag genannten Beispielen. Dabei wurde uns ebenfalls die Möglichkeit eröffnet, im Rahmen der Summer School losgelöst von unseren eigentlichen Bereichen auch auf den Tax Bereich zuzugehen und dort einige Erfahrungen zu sammeln, was sehr interessant war.
 
 

Woche 2

Von Luise W., München:

Die ersten zwei Wochen der Summer School 2018 sind verflogen und trotzdem hat man so viele Eindrücke gewonnen, als wäre man schon einige Monate dabei. Nicht nur bei der Einführungsveranstaltung in Köln, auch am ersten Tag hier in München wurden wir Praktikanten herzlich aufgenommen und gründlich eingewiesen. Ich persönlich war vor dem Praktikum etwas nervös, hatte ich doch noch nie eine Großkanzlei von innen gesehen und wusste überhaupt nicht, was man von mir erwarten würde. Die Nervosität erwies sich aber als unbegründet, ich habe vielseitige Aufgaben und es herrscht eine angenehme Atmosphäre.
 
Eigentlich hatte ich erwartet, wenig von meinem Uniwissen in der Summer School anwenden zu können. Umso überraschter war ich, als ich direkt zu einem Problem zu Rücktrittsvoraussetzungen im Werkvertrag recherchierte. So schön es auch ist, das in der Universität Erlernte auch einmal praktisch anwenden zu können und obwohl ich wirklich gerne hier bin, ist es eigentlich ganz praktisch, in meinem bisher präferierten Rechtsgebiet (Strafrecht) bestätigt worden zu sein.
Es trifft sich daher gut, dass uns durch die Praxisgruppenvorträge Einblicke in verschiedene Rechtsgebiete gewährt wird. Dementsprechend freue ich mich auf den Vortrag zum Wirtschaftsstrafrecht in ein paar Tagen, der extra auf unsere Nachfrage hin organisiert wurde!
 
Das Miteinander im Team finde ich nach wie vor mehr als angenehm. Neben der Professionalität, verbringt man gerne die Pausen miteinander, macht ab und an Scherze, die Mitarbeiter und Anwälte interessieren sich auch zwischenmenschlich füreinander und alle paar Tage backt jemand Muffins - einfach so, um den anderen eine Freude zu bereiten.

Obwohl das Team stark eingebunden ist, hat man immer ein offenes Ohr für mich und nimmt mich ernst, wenn ich ein Problem habe oder gerade nicht weiter komme, ob juristisch oder einfach bei der Bedienung des Druckers. Besonders meine Mentorin (Isabel Fischer) und der Associate Jonathan Tobler, mit denen ich vorwiegend zusammenarbeite, nehmen sich immer Zeit, mir Sachverhalte zu erklären und geben mir darüber hinaus auch gerne Tipps zu München, bin ich doch eigentlich Freiburgerin. Auch meiner Sitznachbarin Barbara Wietzorrek habe ich schon einiges zu verdanken, da sie mir trotz großen Arbeitspensums mit einer Engelsgeduld bei alltäglichen Problemen hilft.

Ich freue mich über die letzte Zeit in diesem Team, bevor es für mich die letzten drei Wochen der Summer School zum Patentrecht geht.

 

Von Moritz S., Hamburg:

Mittlerweile ist meine zweite von drei Wochen als Praktikant im IPT-Team in Hamburg rum. Auch in dieser Woche konnte ich wieder neue Einblicke in die Arbeit als Anwalt gewinnen. Beispielsweise beginnt jede Woche mit einer Teambesprechung im Partnerbüro, bei der jeder erzählt, woran er/sie gerade arbeitet. So bekommen vor allem die Partner einen Überblick über den Fortschritt in den einzelnen Angelegenheiten. Ich schaue aber natürlich nicht nur zu: Diese Woche habe ich an einem Urheberrechtsfall für einen Fernsehsender und an Fällen im Zusammenhang mit Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch Zeitungen mitgearbeitet. Als Praktikant ist es meine Hauptaufgabe, die Anwälte bei ihrer Arbeit so gut es geht zu unterstützen, zum Beispiel durch Recherchen zu einem bestimmten Thema oder das Vorformulieren von Textabsätzen. Meistens erhalte ich Aufgaben von meinem Mentor, über die wir uns dann im Nachhinein austauschen, um Argumente für Schriftsätze zu sammeln. Aber auch andere Anwälte aus dem Team kommen mit Aufgaben auf mich zu. Mir ist dabei besonders positiv aufgefallen, dass mir ziemlich viel Vertrauen entgegengebracht und damit auch Verantwortung übertragen wird. Im Hinblick auf Woche 3 freue ich mich schon besonders auf die Arbeit an einem Beitrag für den IPT-Blog von DLA Piper.

 

Von Theresa G., Köln:

Nach zwei Wochen als Summer Schooler bei DLA Piper bin ich mit meiner Praktikumswahl mehr als zufrieden. Eine weitere Woche werde ich nun dem Bereich Öffentliches Wirtschaftsrecht zugeteilt sein, bevor ich drei weitere Wochen Einblicke in den Bereich IPT bekommen werde.

Von meinem Team, aber auch von allen anderen, wurde ich sehr offenherzig aufgenommen und habe mich zu jeder Zeit wohl gefühlt. Mit jeglichen Fragen, die ich habe, kann ich mich immer an alle Teammitglieder wenden.
Zu meinen Tätigkeiten gehörte bis jetzt überwiegend Recherche zu teils sehr abstrakten und teils sehr konkreten Themen, vom Batteriegesetz bis zum Staatshaftungsanspruch war viel unterschiedliches dabei. Auch das Erstellen einer Präsentation für ein Pro Bono Projekt sowie das Gegenlesen von Schriftsätzen für Mandanten wurde mir aufgetragen, womit die Arbeit also wirklich abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll ist.
 
Was mich wirklich freut ist zum einen, dass man als Praktikant bei DLA Piper nicht solche Aufgaben zugeteilt bekommt, die viele mit einem juristischen Praktikum in Verbindung bringen (z.B. Akten kopieren und sortieren). Vielmehr entsteht schnell der Eindruck, dass man einen Beitrag zu relevanten Angelegenheiten beisteuern kann. Zum anderen ist es auch sehr motivierend für das weitere Studium, dass zu all dem theoretischen Wissen auch mal praktische Bezüge hergestellt werden, dass also das, was wir im Studium lernen, auch im Berufsleben relevant sein wird.
 
Ich bin sehr zuversichtlich, dass mir die weiteren vier Wochen ebenso gut gefallen werden, wie die ersten zwei und kann die Teilnahme an der DLA Summer School nach meinen jetzigen Erfahrungen uneingeschränkt empfehlen.

 

Von Jana M., Hamburg:

Bereits jetzt sind zwei Drittel meiner Zeit bei DLA Piper vorbei und ich konnte erste Einblicke im Bereich des praktischen Arbeitsrechts sammeln.

Nach der ersten aufregenden Woche, in der alles ganz neu für mich war, habe ich mich nun ein wenig eingelebt und es hat sich eine Art Alltag eingependelt. Obwohl wir Summer Schooler herzlich empfangen wurden, habe ich mich am Anfang wie ein kleiner Fremdkörper in dem großen offiziellen Kanzleiräumen gefühlt. Das hat sich mittlerweile fast vollständig gelegt.

Dies liegt unter anderem daran, dass ich mich durch meinen Mentor gut betreut fühle.  Morgens treffe ich mich mit ihm und wir sprechen uns kurz. Wir klären meine offenen Fragen und er gibt mir Aufgaben oder wir besprechen, was für den Tag so ansteht. Danach setzte ich mich an meinen Schreibtisch und fange an zu arbeiten.  Die Aufgaben, die mir zugeteilt werden, sind vielseitig. Viele der Tätigkeiten sind auf Englisch und so habe ich im Rahmen des Programms auch die Möglichkeit mein Technical English zu verbessern.  Einiges knüpft an Rechtsproblematiken an, die mir aus den Vorlesungen bekannt sind, aber mit einigen anderen Aspekten werde ich im Rahmen des Praktikums zum ersten Mal konfrontiert. Dabei sagt mir besonders zu, dass ich aktiv in den Arbeitsalltag des Employment- Teams eingebunden werde. Nach einer anfänglichen Skepsis fühle ich mich inzwischen sehr wohl mit diesen Herausforderungen. Erstens wird das Unbekannte etwas sein, dass mich immer wieder in meiner beruflichen Zukunft erwarten wird und zweitens fördert es mich. Ich möchte etwas erreichen in meiner beruflichen Laufbahn und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass das Praktikum mir dabei helfen kann diesen Erfolg vorzubereiten. Wenn ich etwas erarbeitet habe, dann nimmt sich mein Mentor (oder die anderen Juristen des Arbeitsrecht- Teams) auch die Zeit mein Arbeitsergebnis ausführlich und ehrlich mit mir zu besprechen. Ich werde an einem hohen Leistungsmaßstab gemessen, was mir stets die Möglichkeit eröffnet zu lernen und mich zu verbessern. Zudem kann ich immer Fragen stellen, auch wenn es blöde Fragen sind. Und ja, es gibt definitiv blöde Fragen, auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird. Und mindestens die Hälfte davon stelle ich. 

 

Woche 3

von Tara T. und Gaudenz G., Köln und München:

'A Day in the Life of a Patent-Law Intern':

 Zwar nehme ich jeden Tag den gleichen Platz wie immer ein, allerdings steht mir dann einen neuer und mit Sicherheit ganz anderer Arbeitstag bevor als am vorherigen Tag.

Zuerst steht heute zum Beispiel der Team Call um 9.30 Uhr  an, in dem sich das Kölner und Münchner Büro über Skype in Verbindung setzt, und alle Mandate werden einmal durchgesprochen, die Arbeit klar aufgeteilt, und Fristen für alle deutlich gemacht. Da höre ich zwar nichts von dem Praktikanten im anderen Büro, aber ich weiß, dass wir beide mit gleichem Interesse zuhören und die Mandate, an denen wir schon gearbeitet hatten im, Gespräch auffangen.

Als nächstes mache ich mich auf den Weg in den großen Konferenzraum, in dem ich gleich bei dem nächsten 'Call' dabei bin. Diesmal ist es ein Praxisgruppenvortrag des Real-Estate Teams in Frankfurt, obwohl ich gleichermaßen mit einem Knopfdruck auch DLA Piper Kollegen in Singapur, Sydney, Vancouver, New York, oder London erreichen könnte.

Die erste konkrete Aufgabe des Tages lautet dann: das US-Patent mit dem EU-Patent abzugleichen (sogenanntes mapping) und die Ansprüche des Patents mit der Klage abgleichen. Danach geht es mit einer Patentverletzungsanalyse weiter. Sowas kennt man aus der Uni noch nicht und das gerade macht den Reiz daran aus. Die Ansprüche des Patents in ihre einzelnen Teile zu gliedern und diese dann aus dem Patent selbst heraus auszulegen - spannend und gar nicht mal so einfach. Weiter geht es dann mit einem Rechercheauftrag zur diesjährigen Medica-Messe. Meine Aufgabe: Herausfinden, ob Hersteller die in den letzten Jahren durch Verletzung von Patenten unserer Mandanten aufgefallen sind, wieder vertreten sind.

Zu Mittag gegessen wird mit den anderen Summer School Praktikanten, die anderen Teams wie Litigation und Arbeitsrecht zugeteilt sind.

Der Nachmittag besteht dann erst mal daraus, mathematische Patentformeln zu entziffern und zu verstehen, um Nichtigkeitsklageerwiderungsargumente zu erstellen.

Dann steht auch noch  zum einen die Mitwirkung an einer Abmahnung für eine Patentverletzung an. Weiterhin darf ich mich an der Vorbereitung für eine große mündliche Verhandlung beteiligen, an der ich in der nächsten Woche auch teilnehmen darf. Die Vorfreude steigt! Als vorletzten Punkt auf der heutigen To-do List darf ich mich in ein neues, mir bisher noch unbekanntes Patent einarbeiten, um dann in den kommenden Tagen an den dafür erforderlichen Schriftsätzen mitwirken zu können.

Zum krönenden Abschluss darf ich noch bei einem letzten Call mit einem Kollegen in Amerika dabei sein, worauf er uns in Deutschland am Ende einen schönen Feierabend und wir ihm einen produktiven Arbeitstag wünschen.

 

Von Lisa R., Hamburg:

Auch Woche drei der Summer School 2018 gehört mittlerweile der Vergangenheit an - Halbzeit! Und damit auch Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen und der Frage nachzugehen, was das Praktikum bei DLA Piper besonders macht und inwiefern es sich von Praktika in kleineren Kanzleien unterscheidet.

Die internationale Ausrichtung der Kanzlei fällt in vielerlei Hinsicht auf: Häufig hat man mit Kollegen aus anderen Standorten – auch außerhalb Deutschlands – zu tun. Es werden, wie letzten Freitag in Hamburg, Englischsprachkurse speziell für Juristen angeboten und auch aus dem allgemeinen Sprachgebrauch sind Anglizismen kaum wegzudenken.

Darüber hinaus erfordert eine Kanzlei mit vielen Standorten im Gegensatz zu einer Kanzlei mit lediglich einem Standort wesentlich mehr Absprachen und Organisation. Trotz des einen oder anderen terminlichen Problems bei den Videokonferenzen funktionieren Planungen und Absprachen am Standort in Hamburg insgesamt recht gut.

Der wohl größte Unterschied liegt allerdings darin, dass eine Großkanzlei eine Spezialisierung des einzelnen Rechtsanwalts erlaubt und – vielmehr – auch erfordert. So beschäftigen sich die Anwälte im Bereich des öffentlichen Wirtschaftsrechts in Hamburg, in dem ich mein Praktikum absolviere, vorwiegend mit Medienrechtsfällen. Bei größeren Fällen ist es daher möglich, ein Anwaltsteam mit Anwälten aus vielen verschiedenen Praxisgruppen zusammenzustellen und die Arbeit so sinnvoll aufzuteilen.

Aufgrund dessen werden in Großkanzleien auch viele große und medienwirksame Verfahren geführt. Im Medienbereich hatte ich dementsprechend häufiger mit Formaten zu tun, die mir bisher nur aus dem Fernsehprogramm um 20.15 Uhr bekannt waren und die ich zunächst nicht mit juristischen Problemen und Fragestellungen in Verbindung gebracht habe.

Insgesamt ist der Einblick in den Alltag einer internationalen Großkanzlei sehr interessant und ich bin gespannt auf die Fälle der nächsten drei Wochen.

  

Woche 4

Von Nina M., Frankfurt:

Auch die vierte Woche der Summer School 2018 ist nun vorüber und das Praktikum neigt sich langsam dem Ende zu. In dieser kurzen Zeit konnte ich bereits nähere Eindrücke über die Abläufe in einer großen internationalen Kanzlei gewinnen und viele neue Erfahrungen sammeln. Speziell im Bereich meiner Praxisgruppe Corporate, damit in der Tätigkeit von M&A und Gesellschaftsrecht, habe ich viel über die Praxis gelernt. Es fällt mir zunehmend leichter, mich in neue Themen einzuarbeiten und beispielsweise mit Verträgen umzugehen. 

 In dieser Woche konnten wir an drei Praxisgruppenvorträgen teilnehmen. Bei diesen berichtete Frau Kahale aus dem Pariser Office über die umfangreichen Pro Bono-Aktivitäten der Kanzlei, während Herr Engels uns den Bereich IPT vorstellte. Durch Herr Borgmann und Frau Krupa haben wir einen Einblick in das Arbeitsrecht bekommen, indem wir anhand eines Beispielsfalls die sich ergebenden Probleme gemeinsam als Team erkannt und aufgearbeitet haben.

Am Dienstag hatte ich die Gelegenheit, gemeinsam mit meinem Mentor nach Ludwigshafen zu einem Mandanten zu fahren und bei Vertragsverhandlungen dabei zu sein. Nach einem Mittagessen auf dem Werksgelände des Konzerns wurde der Call mit der Gegenseite aus den USA vorbereitet, mehrere Stunden verhandelt und später noch nachbereitet. Am Abend bin ich schließlich zwar erschöpft allein vom Zuhören bei den teils hitzigen Diskussionen, aber trotzdem fasziniert von dieser Erfahrung zurück nach Frankfurt gefahren. 

Bei einem Meeting des Corporate-Teams Frankfurt am Mittwoch konnte ich nochmal mehr Leute aus meinem Team kennenlernen und über ihre momentanen Mandate erfahren. Dieses Meeting wurde erst kürzlich eingeführt und findet monatlich statt. Dabei haben die Teammitglieder die Möglichkeit, sich über ihre jeweiligen Mandate auszutauschen und eventuell von anderen Tipps oder hilfreiche Kontakte zu bekommen.

Zum Ende der Woche gab es abends einen Stammtisch für die Referendare, Wissenschaftlichen Mitarbeiter und uns Praktikanten, zu dem auch einige Associates mitgekommen sind. Wir sind gemeinsam zum Weinmarkt auf der Freßgass, einer Straße mit zahlreichen Restaurants und Bars in Frankfurt, gegangen und haben anschließend bei der Führung "Tatort Frankfurt" etwas über die Frankfurter Kriminalgeschichte vom Mittelalter bis Heute gelernt. Dies bot die Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen und einen Abend in entspannter Atmosphäre zu verbringen, bei dem die Arbeit nicht im Vordergrund stand. 

Insgesamt gefällt mir das Praktikum bei DLA Piper wirklich gut. Hier bildet eine muntere Stimmung den Rahmen für ein eifriges und effektives Arbeitsklima. Insbesondere wurde ich von meinem Team herzlich aufgenommen und man nimmt sich immer viel Zeit für mich, um mir alles zu erklären und mich bei so vielen Mandaten wie möglich einzubinden.

 

Von Ilana J., München

Mit der vierten Woche bei DLA Piper begann der Wechsel in die neue Abteilung. Die ersten drei Wochen habe ich in der Arbeitsrechtsabteilung verbracht und bin nun im IT-Rechtsbereich. Mir war es wichtig einen Eindruck von den Rechtsgebieten zu bekommen, die im Studium nicht intensiv behandelt werden und von denen ich keine besondere Vorstellung habe. Zum Glück bekam ich bei DLA Piper die Chance dazu.
 
Der erste Eindruck ist immer der Wichtigste. Deshalb war ich ziemlich überrascht und glücklich über den Umgang den wir hier als Praktikanten erfahren durften. Direkt zu Beginn des Praktikums wurden wir wie Teammitglieder behandelt, so dass man das Gefühl bekam, bereits seit langem Teil der Kanzlei zu sein. Alle Teammitglieder sind super freundlich und hilfsbereit. Die Behauptung, dass in Großkanzleien immer eine Hierarchie herrscht wurde hier widerlegt.
 
Nach diesem ersten positiven Eindruck wurde einem die Nervosität etwas genommen. Ich war dennoch gespannt, wie das Arbeitsleben hier sein wird. Ich habe mir natürlich die Frage gestellt, wie meine Aufgaben sein werden und mit welcher Erwartungshaltung sie erfüllt werden sollen. Immerhin brachte ich kaum Fachwissen mit mir mit und in der Universität kamen die von mir ausgewählten Bereiche viel zu kurz. Aber hier kann man echt beruhigt sein! Die Anwälte helfen einem wo sie können und sind sehr geduldig. Die Fragen der Mandanten sind speziell und nicht einfach zu lösen. Man kann allerdings Lösungsansätze mit den Anwälten besprechen und sich selbst fordern. Meine fehlenden Kenntnisse wurden berücksichtigt und demensprechend bekam ich ausreichend Zeit, mich in dem Bereich einzulesen. Als Praktikant ist man mitten im Geschehen drin und eigene Vorschläge werden auch ernst genommen. Man ist hier definitiv keine Nebenfigur. Ich hatte nie das Gefühl, irgendwelche Aufgaben erfüllen zu müssen, um irgendwie beschäftigt zu werden. Ich durfte für Mandanten Antwort-Emails verfassen, bei Calls dabei sein und Vertragsklauseln in Englisch formulieren. Das spannendste an diesen Aufgaben war, dass die meisten Anfragen aus dem Ausland kamen und wir uns damit auch mit Fragen außerhalb des Rechtsbereichs beschäftigen.
 
Ich war froh, diese Bereiche gewählt zu haben, da ich mich bereits auf einen Schwerpunkt (Strafrecht) festgelegt habe und mich oftmals fragte, ob nicht doch andere Bereiche für die spätere Berufslaufbahn besser gewesen wären. Ich fühle mich jetzt in meiner Entscheidung bestätigt, da man sich trotz spannender Aufgaben für das Rechtsgebiet begeistern müsste, was bei mir nicht unbedingt der Fall war. Es war trotz allem eine tolle Erfahrung und Entscheidungshilfe!
 
Ich freue mich auf die verbliebende Zeit bei DLA Piper und würde es definitiv als Praktikumsstelle weiterempfehlen.

 

Woche 5

Von Linda D., Frankfurt 
 
Auch die fünfte Woche der Summer School 2018  ist nun vorbei und langsam aber sicher neigt sich unser Praktikum bei DLA Piper dem Ende zu.
Ich arbeite während der gesamten Praktikumszeit im Bereich Wirtschaftsstrafrecht.
Mir war es wichtig, durch das Praktikum einen Eindruck in den Berufsalltag eines Anwalts  und ein Gefühl dafür zu bekommen, ob ein Jura Studium das richtige für mich wäre.
 
In dieser Woche konnten wir an dem Praxisgruppenvortrag Wirtschaftsstrafrecht von Herrn Dr. Schoop teilnehmen. Dabei bekamen wir einen Einblick in die abwechslungsreichen und spannenden Mandate eines L&R Anwalts. Einige von ihm erwähnte Mandate erkannte ich aufgrund meiner Tätigkeiten  in den letzten Wochen wieder. Meine Aufgaben sind vielfältig und sehr interessant. Besonders die Telefonate mit der Staatsanwaltschaft, bei denen ich dabei sein darf, sind immer spannend.
 
Mein Team nimmt sich immer Zeit, mir Fragen zu beantworten, oder mir einen Sachverhalt ausführlich zu erklären.
Zwischen den Praktikanten in Frankfurt herrscht ein angenehmes Miteinander. Man hilft sich, wo man kann und  durch das Praktikum wurde ich darin bestärkt, dass es die richtige Entscheidung ist ab dem kommenden Wintersemester Jura zu studieren.
 
Das Praktikum hat mir in meiner Entscheidungsfindung sehr geholfen und gefällt mir insgesamt wirklich gut.
 

Von Raphael E., München

Nach einem den organisatorischen Dingen geschuldetem etwas langsamen Anlauf sind nun doch schon die ersten fünf Wochen der Summer School wie im Flug vergangen. Die erste Hälfte des Praktikums verbrachte ich im Arbeitsbereich Commercial wo ich erfreut war, zu sehen, wie viel man von dem während des bisherigen Studiums Erlernten bereits im Arbeitsalltag einbringen kann. Ganz egal ob es das Überprüfen und Übersetzen von Vertragsklauseln war oder die Recherche zu Themen die das allgemeine Schuldrecht betreffen: immer wieder konnte bereits in der Universität erlerntes Wissen erste Lösungsansätze bieten.

Nach drei Wochen erfolgte dann der Wechsel in den Bereich Real Estate. Begonnen hatte alles mit einem Call am Anfang des Monats während welchem man über neue, abgeschlossene, aber auch über wohl verlorene Mandate informiert wurde. Danach wurde mir gleich die Aufgabe zugeteilt, einer Mietminderung zu widersprechen indem die von der Gegenseite angeführten Gerichtsurteile analysiert werden mussten. Es folgte in einem anderen Fall die Formulierung eines Kündigungsschreibens, die Erstellung von Listen die als Anlagen von Immobilienkäufen verwendet werden sollten sowie die Zusammenfassung und Übersetzung eines Nachtrags für englische Mandanten. Die Aufgaben erschöpften sich jedoch nicht nur im Miet- und Kaufrecht. Auch auf dem Gebiet des Baurechts wurden mir Rechercheaufgaben zuteil, wie etwa die Vereinbarkeit eines Vorhabens mit einem geplanten Bebauungsplan zu überprüfen.

Gerade wegen solchen möglichen Einblicken hatte ich mich für den Bereich des Immobilienrechts entschieden, da hier die Grenzen zwischen Zivilrecht und Öffentlichem Recht schnell überwunden werden können. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Egal welche Aufgabe bisher auf meinem Tisch lag, bei jedem an sich noch so kleinem Beitrag wurde mir zuvor von allen Teammitgliedern ausführlich erklärt, um was es im ganzen Mandat geht und welche Schritte nun getätigt werden müssen. Somit konnte ich nachvollziehen, dass auch Arbeiten die erst klein und unbedeutend scheinen mochten am Ende ein wichtiger Bestandteil im großen Ganzen darstellen können. Ebenfalls wurde einem bewusst wie viel Arbeit für das ganze Team ein einzelner Auftrag bedeuten kann, da zeitweise ein starker Arbeitsdruck bei meinen Teammitgliedern zu spüren war. Doch trotz der vielen anstehenden Arbeit blieb stets jeder in den Teams offen, freundlich, gut gelaunt und immer bereit für etwaige Rückfragen meinerseits. Auch die ein oder andere Mittagspause wurde gemeinsam mit den anderen Kollegen verbracht, in denen man sich auch mal über private Dinge unterhalten konnte und so eine noch familiärere Atmosphäre im Team entstand. Gerade diese Gelassenheit und Offenheit aller sorgten dafür, dass die letzten Wochen so schnell vorbeigegangen sind und es fast schon traurig ist, dass nur noch eine Woche bevorsteht.

Die Arbeitsatmosphäre in den Teams gepaart mit den abwechslungsreichen Aufgaben, der guten und geduldigen Betreuung und der jeden neuen Tag begleitende Spaß lassen mich auf die letzten fünf Wochen mit Freude zurückblicken und haben mir interessante Einblicke in den Arbeitsalltag einer international repräsentierten Kanzlei gewährt. Es war demnach womöglich die beste Entscheidung am Praktikantenprogramm bei DLA Piper teilzunehmen und ich würde es jederzeit wieder tun!
 
 

 Woche 6

 Von Simon W. und Talha F., Köln

Auch die letzte Woche der Summer School ist nun vorbei. An unserem letzten Tag können wir die vorherigen Wochen mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten. Wir konnten in den letzten Wochen unglaublich viel lernen und viele neue nette Menschen treffen. Schade, dass die Zeit jetzt doch so schnell vorbei ging. Andererseits hatten wir die Möglichkeit, die letzten beiden Tage zusammen mit den anderen Praktikanten in Hamburg zu verbringen. Dort hatten wir Workshops zu Verhandlungstechniken, eine Bootstour auf der Alster und wurden abends zum Essen eingeladen. Außerdem konnten wir anders als bei der Einführungsveranstaltung diesmal auch viel Zeit mit den anderen Praktikanten verbringen, sodass die Stimmung eher der einer Klassenfahrt glich.

Wir sind DLA Piper und unserem Team in Köln sehr dankbar für alles, was wir in den letzten 6 Wochen für das Studium und das spätere Leben als Anwalt lernen und erfahren durften. Besonders dadurch, dass uns immer ein Feedback gegeben wurde, haben wir uns wirklich als Teil des Teams gefühlt. Besonders gefreut hat uns der lockere und freundliche Umgang im Büro, der sich auch daran zeigt, dass man am letzten Tag noch private Kontaktdaten mit den Anwälten ausgetauscht hat, um hoffentlich in Kontakt bleiben zu können.

Vielen Dank für die Organisation des gesamten Programms! Die anderen Praktikanten und wir hatten alle sehr viel Spaß :)
 
 
Von Arthur Kogan, Frankfurt 

Jetzt ist es tatsächlich soweit: Die Summer School 2018 liegt in der Vergangenheit. Spannende und vor allem lehrreiche Wochen liegen hinter uns, insbesondere an den jeweiligen Standorten sind wir als Team zusammen gewachsen. Bevor alle Summer Schooler wieder in den universitären Alltag zurückkehren, soll noch ein letztes Mal auf die vergangene Woche zurückgeblickt werden.

Die Stimmung im Frankfurter Büro war insgesamt vergleichbar mit der Stimmung der vergangenen Wochen. Im Bereich Finance & Projects wurden die Aufgaben fortgeführt, was bedeutet, dass sogenannte CP-Listen (conditions precedent) zur Finanzierung von Bauprojekten in Frankfurt am Main auf ihre Vollständigkeit überprüft und Telefonate zu einschlägigen Mandaten geführt wurden. Allerdings gab es eine neue Aufgabe, die am Ende des Tages die interessanteste und verantwortungsvollste Aufgabe während des Praktikums war: Es musste eine Vertragsklausel hinsichtlich des Auszahlungsmechanismus im Rahmen eines Kreditvertrages gestaltet werden. Diese Aufgabe war deshalb so aufregend, weil sie die alltägliche Tätigkeit eines/einer Rechtsanwalts/Rechtsanwältin im Bereich Finance & Projects
widerspiegelte. Mit der Erstellung dieser Vertragsklausel ist ein guter Abschluss der Tätigkeit im Frankfurter Büro gelungen, sodass der Bereich Finance & Projects in positiver Erinnerung verbleiben wird.

Das Highlight der letzten Woche der Summer School 2018 bildete eine zweitägige Abschlussveranstaltung in der schönen Hansestadt Hamburg. Am 20. September 2018 machten sich die Frankfurter Summer Schooler am frühen Morgen auf den Weg, um gegen 10 Uhr im Hamburger Büro von DLA Piper gemeinsam mit den Summer Schoolern der anderen deutschen Standorte in das bevorstehende Programm eingeführt zu werden. Im Anschluss fand eine Rundfahrt auf der Binnenalster statt, bevor sich die Summer Schooler in Kleingruppen zusammenfanden und einen kleinen Fall im Rahmen eines Moot Courts verhandelten. Daraufhin wurde der Weg ins Hotel zum Check-in eingeschlagen. Am Abend machten sich die Summer Schooler auf den Weg zum gemeinsamen Dinner in einem perfekt gelegenen Restaurant auf der Binnenalster. Ein Großteil wollte sich die Gelegenheit, die Reeperbahn bei Nacht zu besichtigen, nicht entgehen lassen, sodass man sich in einer geschlossenen Gruppe dorthin begab und die einzigartige Atmosphäre genoss.

Am nächsten und letzten Tag traf man sich wieder im Hamburger Büro zu einer Vorstellung des sogenannten Harvard-Verhandlungskonzepts durch die Bucerius Law School zusammen. Durch die Vorstellung dieses Konzepts konnten die Summer Schooler eine für sie neue Art des Verhandelns kennen lernen, die sie in anschließenden kleinen Moot Courts direkt anwenden sollten. Rundum war dies sehr hilfreich für zukünftige Verhandlungen, und zwar unabhängig davon, ob diese in einem juristischen oder anderweitigen Rahmen stattfinden werden. Nach einer anschließenden Feedbackrunde war die Summer School 2018 leider schon zu Ende, sodass sich die Summer Schooler von einander verabschiedeten und den Heimweg antraten. Doch wo bekanntlich das eine Kapitel aufhört, fängt schon wieder ein neues an. In diesem Sinne wünsche ich allen Summer Schoolern viel Erfolg im Studium und hoffe, das ein oder andere Gesicht bald wieder zu sehen.

Fazit: Für mich persönlich war die Summer School 2018 eine sehr gute Gelegenheit, eine international tätige Wirtschaftskanzlei und vor allen Dingen ihre tägliche Mandatsarbeit besser kennen zu lernen. Mein Ziel zu Beginn des Praktikums bestand in erster Linie darin, direkt in die Mandatsarbeit der Anwälte/Anwältinnen eingebunden zu werden. Dementsprechend bin ich äußerst zufrieden, dass mir diese Möglichkeit eingeräumt und mir ständig das Gefühl vermittelt wurde, dass die von mir erledigten Aufgaben nicht nur zu meiner Beschäftigung erteilt, sondern tatsächlich auch verwertet wurden. Vor diesem Hintergrund ist die Summer School 2018 aus meiner Sicht ein gelungenes Praktikum.

 

Von Maximilian R., Frankfurt

Die letzte Woche des Praktikums ist angebrochen! Effektiv arbeiteten wir nur noch drei Tage im Büro, die letzten zwei der Woche sind für die Abschiedsveranstaltung in Hamburg vorgesehen.

 Es gibt einen letzten Praxisgruppenvortrag in Finance, Projects & Restructuring und die Dinge nehmen ihren üblichen Lauf. Am Mittwoch – unserem letzten Arbeitstag – kam dann auch wirklich Aufbruchsstimmung auf. Ganz im Sinne der Tradition brachten wir zum Abschied Kuchen mit.

Es ging eine Welle zahlreicher herzlicher Verabschiedungen und Glückwünsche los. Viele der Kollegen und Kolleginnen nahmen sich trotz weniger gemeinsamer Schnittstellen während des Praktikums nochmals Zeit.

Eine so familiäre Atmosphäre wie in Frankfurt erlebt man wirklich nicht überall, es hat wirklich Spaß gemacht bei Euch!

Die letzten zwei Tage in Hamburg waren natürlich ein weiteres Highlight des Praktikantenprogramms. Gestartet wurde Donnerstag in der Früh, damit wir nach der Ankunft noch unser Gepäck im Hotel abgeben und rechtzeitig um 10:30 Uhr im Hamburger Büro ankommen konnten.

Tagesprogramm war ein Moot Court Contest. Dabei wurden wir in verschiedene Parteien beziehungsweise Gruppen eingeteilt und bekamen je nach Partei unterschiedliche Sachverhalte. Nach einer kleinen Vorbereitung ging es in die Verhandlungen. In der Mittagspause wurde mit Mittagessen und einer kleinen Alsterrundfahrt unterbrochen.

Am Abend wurden wir allesamt zum Abendessen eingeladen.

An unserem letzten Tag nahmen wir alle an einem Workshop über Verhandlungen teil. Beendet wurde das Programm schließlich mit der Zeugnisausgabe, einer Feedbackrunde und einer Verabschiedung am Ende des Tages.

Insgesamt war es ein tolles Praktikum und eine bereichernde Erfahrung, die man jedem nur empfehlen kann!

 

Informationen und Erfahrungsberichte der letzten Jahre finden Sie hier!

Inside DLA Piper - das Summer School Interview

Die Summer School 2015 endete am 26. September 2015. Bevor wir die Studenten wieder ins Universitätsleben verabschiedet haben, konnten wir zwei der insgesamt 16 Summer School Praktikanten zu einem ausführlichen Interview eingeladen.

Liebe Laura, lieber Robert, warum habt Ihr Euch für die Summer School 2015 bei DLA Piper beworben?

Laura: DLA Piper ist mir seit langem bekannt. Die Kanzlei hat einen guten Ruf in England und in Deutschland. Als Ausländerin ist es besonders attraktiv, dass DLA Piper so international ist. Es gefiel mir, auf Englisch und auf Deutsch arbeiten zu können. Ich wollte auch mehr über die Unterschiede zwischen englischen und deutschen Recht lernen. Ich bewarb mich jedoch hauptsächlich für die Summer School, weil DLA Piper ein India Desk hat. Ich habe Interesse an indischen Recht und wollte die Möglichkeit ergreifen, mehr Erfahrung in diesem Bereich zu sammeln.

Robert: Persönlich (vom Englischen System, wo man Anwalt werden kann, indem man keine Jure auf der Uni studiert) interessiere ich mich für eine zukünftige Anwaltskarriere, entweder zu Hause (in Großbritannien) oder hier in Deutschland, also dachte ich, dass die DLA Piper-Summer School eine ideale Möglichkeit wäre, mein auf der Uni-gelerntes Deutsch zu üben, und zu der selben Zeit meine Interesse für Jure zu entwickeln.

 

Was habt Ihr von der Summer School vor Antritt erwartet?

Laura: Ich habe schon einige Arbeitspraktika bei Großkanzleien gemacht. Daher hatte ich vorher eine gewisse Ahnung von allem, das mich erwartet! Hauptsache für mich war, dass ich eher Berufserfahrung im deutschsprachigen Raum bekomme. Ich wollte das, was ich an der Universität zu Köln studierte, in der Praxis umsetzen.

Robert: Vor Antritt hatte ich fast keine Erwartungen - die Summer School war das erste Praktikum, dass ich im Ausland gemacht hat. Von früheren Erfahrungen bei Kanzleien in Großbritannien dachte ich, dass es eine nützliche Lernerfahrung wäre, aber ansonsten war es für mich eine echte Schuss ins Blaue.

 

Wie haben Euch Eure Teams gefallen, in denen Ihr eingesetzt wart?

Laura: Ich war bei Corporate, Arbeitsrecht und IPT. Corporate gefiel mir am besten. Ich finde, Jura wird oft von Industrie und Wirtschaft getrennt betrachtet, was aber aus meiner Sicht ganz falsch ist! Eine Kanzlei ist sogar ein Unternehmen. Bei Corporate hat man die Möglichkeit, einen Einblick in wirtschaftlichen Themen neben den rechtlichen Fragen zu bekommen. Das spricht mir viel an. IPT war aber auch spannend, denn die Bezüge zum Europarecht waren relevant und aktuell.

Robert: Die Corporate-Team, mit der ich für den Großteil des Praktikums war, hat mir sehr gut gefallen - sie waren freundlich und sehr hilfsbereit, und es war wirklich interessant, sie näher kennenzulernen und Fragen zu stellen. Während des Praktikums half ich beim mehreren Präsentationen zu Buy-Side und Sell-Side M&A und Verträgen auf so unterschiedliche Themen wie Beschäftigungs-Outsourcing und Verkauf von Erdölraffinerien.  

 

Hattet ihr im Laufe des Praktikums eine Aufgabe, die Ihr besonders interessant fandet?

Laura: Es gefällt mir, Recherche zu machen. Dadurch kann ich behilflich sein und nebenbei etwas neues lernen. Ich habe beispielsweise Recherche über Fund Destinations gemacht, wobei ich mich ausführlich damit beschäftigte. Die Anwendung von Englisch und Deutsch bei den Aufgaben machte es vielfaltiger.

Robert: Für die sechs Wochen war ich bei der Corporate Team, der meistens sich mit das Kaufens und Verkaufens von anderen Firmen sich beschäftigt, und ich habe auch andere interessanten Aufgaben von den Employment- und IP /IT-Teams bekommen. Am liebsten davon waren die Beratung eines chinesischen Staatsunternehmens zum Kauf einer deutschen Firma, und auch ein Vertrag zwischen einer Eisenbahngesellschaft und ihre deutschen Partner, der ich von Englisch auf Deutsch übersetzen sollte - das war erstaunlich zu denken, dass ein Vertrag, der ich übersetzt hatte, in der Realität von dieser Firma und ihren Partnern benutzt werden würde.

 

Was hat Euch total überrascht? Womit hättet Ihr niemals gerechnet?

Laura: Ich hatte ganz ehrlich gedacht, dass die Arbeitsstunden länger wären! Ich hatte nicht mit dem Betriebsausflug nach Sankt Peter-Ording gerechnet, wobei wir Teamaktivitäten gemacht haben. Das war eine gute Möglichkeit, die Anwälte auf sozialen Niveau besser kennen zu lernen. Es zeigte auch, dass die Fähigkeit, in einem Team arbeiten zu können, bei DLA Piper hoch geschätzt und sogar gefordert wird. Ich finde es wichtig, eine Beziehung zu Mitarbeitern aufbauen zu können.

Robert: Zuerst hatte ich wirklich keine Ahnung, dass ich nicht der einzige Ausländer bei der Summer School sein würde - ich stellte mir vor, dass ich 6 Wochen von nur Deutschen Einfluss haben würde. Mir war deswegen total überrascht, als ich zum "Welcome Meeting" bei dem Kölner Standort gekommen bin und herausfand, dass Laura auch Britisch war.

 

In den letzten sechs Wochen habt Ihr eine Menge erlebt und konntet auch an verschiedenen Veranstaltung im Rahmen der Summer School teilnehmen. Wie fandet Ihr das Rahmenprogramm und speziell die angebotenen Workshops?

Laura: Ich musste mich leider etwa früher verabschieden und kann daher die Abschlussevents nicht beurteilen. Unsere Einführungsveranstaltung in Köln war aber gut, so dass ich die andere Praktikanten aus allen Standorten kennenlernen konnte. Dabei lernte ich auch mehr über das Programm und die Kanzlei.

Robert: Das Rahmenprogramm das uns geboten wurde war richtig klasse. Der Workshop an der Bucerius Law School zum Thema "Verhandlungsstrategien nach dem Harvard Konzept" war sehr lehrreich und unterhaltsam. Und auch das Abschlussevent in München hat eine Menge Spaß bereitet und war toll um als Gruppe Abschied zu nehmen.

 

Eurer Fazit am Ende? Was habt ihr persönlich und fachlich mitgenommen?

Laura: Ich genoss es, in einer professionellen Umgebung zu arbeiten. Durch Arbeitspraktika bekommt man ein anderes Perspektiv. Jura ist meines Erachtens viel interessanter in der Praxis als in der Uni! Das Wissen wird als Werkzeug benutzt, um rechtliche Probleme zu lösen. Ich würde vorschlagen, sich damit ganz auseinanderzusetzen und ins Detail reinzuspringen. Wichtig ist es aber auch, die Zeit nach der Arbeit sinnvoll zu gestalten, um mehr von der gesamten Erfahrung zu bekommen.

Robert: Die sechs Wochen bei DLA Piper-Hamburg haben mir sehr gut gefallen - den tiefen Einblick in der Corporate-Gebiet hat mir viel interessiert, da ich vorher fast alles Litigation gemacht hatte, und es war perfekt, neue Erfahrung zu bekommen. Ich habe jetzt dazu neue Motivation zur britischen Konversion-Kurs und eine zukünftige Karriere gewonnen. Zu der selben Zeit habe ich Freundschaft und Kontakte gewonnen, und ich habe die Absicht, mich während meines Auslandsjahres mit der Uni um eine Stelle bei der Hamburger Standort zu bewerben. Alle, die ich dort kennengelernt haben, haben mich sehr beeindruckt.