Die diesjährige Summer School findet vom 13. August bis 21. September 2018 statt.
Alle Plätze für das diesjährige Programm sind bereits besetzt.

Ab Ende September werden wir Informationen zu unserer Spring School 2019 veröffentlichen!

 

Inside DLA Piper - das Summer School Interview

Die Summer School 2015 endete am 26. September 2015. Bevor wir die Studenten wieder ins Universitätsleben verabschiedet haben, konnten wir zwei der insgesamt 16 Summer School Praktikanten zu einem ausführlichen Interview eingeladen.

Liebe Laura, lieber Robert, warum habt Ihr Euch für die Summer School 2014 bei DLA Piper beworben?

Laura: DLA Piper ist mir seit langem bekannt. Die Kanzlei hat einen guten Ruf in England und in Deutschland. Als Ausländerin ist es besonders attraktiv, dass DLA Piper so international ist. Es gefiel mir, auf Englisch und auf Deutsch arbeiten zu können. Ich wollte auch mehr über die Unterschiede zwischen englischen und deutschen Recht lernen. Ich bewarb mich jedoch hauptsächlich für die Summer School, weil DLA Piper ein India Desk hat. Ich habe Interesse an indischen Recht und wollte die Möglichkeit ergreifen, mehr Erfahrung in diesem Bereich zu sammeln.

Robert: Persönlich (vom Englischen System, wo man Anwalt werden kann, indem man keine Jure auf der Uni studiert) interessiere ich mich für eine zukünftige Anwaltskarriere, entweder zu Hause (in Großbritannien) oder hier in Deutschland, also dachte ich, dass die DLA Piper-Summer School eine ideale Möglichkeit wäre, mein auf der Uni-gelerntes Deutsch zu üben, und zu der selben Zeit meine Interesse für Jure zu entwickeln.

 

Was habt Ihr von der Summer School vor Antritt erwartet?

Laura: Ich habe schon einige Arbeitspraktika bei Großkanzleien gemacht. Daher hatte ich vorher eine gewisse Ahnung von allem, das mich erwartet! Hauptsache für mich war, dass ich eher Berufserfahrung im deutschsprachigen Raum bekomme. Ich wollte das, was ich an der Universität zu Köln studierte, in der Praxis umsetzen.

Robert: Vor Antritt hatte ich fast keine Erwartungen - die Summer School war das erste Praktikum, dass ich im Ausland gemacht hat. Von früheren Erfahrungen bei Kanzleien in Großbritannien dachte ich, dass es eine nützliche Lernerfahrung wäre, aber ansonsten war es für mich eine echte Schuss ins Blaue.

 

Wie haben Euch Eure Teams gefallen, in denen Ihr eingesetzt wart?

Laura: Ich war bei Corporate, Arbeitsrecht und IPT. Corporate gefiel mir am besten. Ich finde, Jura wird oft von Industrie und Wirtschaft getrennt betrachtet, was aber aus meiner Sicht ganz falsch ist! Eine Kanzlei ist sogar ein Unternehmen. Bei Corporate hat man die Möglichkeit, einen Einblick in wirtschaftlichen Themen neben den rechtlichen Fragen zu bekommen. Das spricht mir viel an. IPT war aber auch spannend, denn die Bezüge zum Europarecht waren relevant und aktuell.

Robert: Die Corporate-Team, mit der ich für den Großteil des Praktikums war, hat mir sehr gut gefallen - sie waren freundlich und sehr hilfsbereit, und es war wirklich interessant, sie näher kennenzulernen und Fragen zu stellen. Während des Praktikums half ich beim mehreren Präsentationen zu Buy-Side und Sell-Side M&A und Verträgen auf so unterschiedliche Themen wie Beschäftigungs-Outsourcing und Verkauf von Erdölraffinerien.  

 

Hattet ihr im Laufe des Praktikums eine Aufgabe, die Ihr besonders interessant fandet?

Laura: Es gefällt mir, Recherche zu machen. Dadurch kann ich behilflich sein und nebenbei etwas neues lernen. Ich habe beispielsweise Recherche über Fund Destinations gemacht, wobei ich mich ausführlich damit beschäftigte. Die Anwendung von Englisch und Deutsch bei den Aufgaben machte es vielfaltiger.

Robert: Für die sechs Wochen war ich bei der Corporate Team, der meistens sich mit das Kaufens und Verkaufens von anderen Firmen sich beschäftigt, und ich habe auch andere interessanten Aufgaben von den Employment- und IP /IT-Teams bekommen. Am liebsten davon waren die Beratung eines chinesischen Staatsunternehmens zum Kauf einer deutschen Firma, und auch ein Vertrag zwischen einer Eisenbahngesellschaft und ihre deutschen Partner, der ich von Englisch auf Deutsch übersetzen sollte - das war erstaunlich zu denken, dass ein Vertrag, der ich übersetzt hatte, in der Realität von dieser Firma und ihren Partnern benutzt werden würde.

 

Was hat Euch total überrascht? Womit hättet Ihr niemals gerechnet?

Laura: Ich hatte ganz ehrlich gedacht, dass die Arbeitsstunden länger wären! Ich hatte nicht mit dem Betriebsausflug nach Sankt Peter-Ording gerechnet, wobei wir Teamaktivitäten gemacht haben. Das war eine gute Möglichkeit, die Anwälte auf sozialen Niveau besser kennen zu lernen. Es zeigte auch, dass die Fähigkeit, in einem Team arbeiten zu können, bei DLA Piper hoch geschätzt und sogar gefordert wird. Ich finde es wichtig, eine Beziehung zu Mitarbeitern aufbauen zu können.

Robert: Zuerst hatte ich wirklich keine Ahnung, dass ich nicht der einzige Ausländer bei der Summer School sein würde - ich stellte mir vor, dass ich 6 Wochen von nur Deutschen Einfluss haben würde. Mir war deswegen total überrascht, als ich zum "Welcome Meeting" bei dem Kölner Standort gekommen bin und herausfand, dass Laura auch Britisch war.

 

In den letzten sechs Wochen habt Ihr eine Menge erlebt und konntet auch an verschiedenen Veranstaltung im Rahmen der Summer School teilnehmen. Wie fandet Ihr das Rahmenprogramm und speziell die angebotenen Workshops?

Laura: Ich musste mich leider etwa früher verabschieden und kann daher die Abschlussevents nicht beurteilen. Unsere Einführungsveranstaltung in Köln war aber gut, so dass ich die andere Praktikanten aus allen Standorten kennenlernen konnte. Dabei lernte ich auch mehr über das Programm und die Kanzlei.

Robert: Das Rahmenprogramm das uns geboten wurde war richtig klasse. Der Workshop an der Bucerius Law School zum Thema "Verhandlungsstrategien nach dem Harvard Konzept" war sehr lehrreich und unterhaltsam. Und auch das Abschlussevent in München hat eine Menge Spaß bereitet und war toll um als Gruppe Abschied zu nehmen.

 

Eurer Fazit am Ende? Was habt ihr persönlich und fachlich mitgenommen?

Laura: Ich genoss es, in einer professionellen Umgebung zu arbeiten. Durch Arbeitspraktika bekommt man ein anderes Perspektiv. Jura ist meines Erachtens viel interessanter in der Praxis als in der Uni! Das Wissen wird als Werkzeug benutzt, um rechtliche Probleme zu lösen. Ich würde vorschlagen, sich damit ganz auseinanderzusetzen und ins Detail reinzuspringen. Wichtig ist es aber auch, die Zeit nach der Arbeit sinnvoll zu gestalten, um mehr von der gesamten Erfahrung zu bekommen.

Robert: Die sechs Wochen bei DLA Piper-Hamburg haben mir sehr gut gefallen - den tiefen Einblick in der Corporate-Gebiet hat mir viel interessiert, da ich vorher fast alles Litigation gemacht hatte, und es war perfekt, neue Erfahrung zu bekommen. Ich habe jetzt dazu neue Motivation zur britischen Konversion-Kurs und eine zukünftige Karriere gewonnen. Zu der selben Zeit habe ich Freundschaft und Kontakte gewonnen, und ich habe die Absicht, mich während meines Auslandsjahres mit der Uni um eine Stelle bei der Hamburger Standort zu bewerben. Alle, die ich dort kennengelernt haben, haben mich sehr beeindruckt.